Hessisches Ministerium der Justiz

Justizminister besucht die Justizvollzugsanstalt Butzbach

Prof. Dr. Roman Poseck: „Dank der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten werden den Inhaftierten wertvolle Inhalte vermittelt, die sie auch nach einer Entlassung anwenden können.“

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Der hessische Justizminister Prof. Dr. Roman Poseck besuchte am Montag die Justizvollzugsanstalt Butzbach. In dieser schaute er sich unter anderem die Eigenbetriebe an, insbesondere die Schreinerei und den Werkhof.

Die JVA Butzbach ist zuständig für den Vollzug von Freiheitsstrafen von mehr als 36 Monaten. In dem Gefängnis sind ausschließlich erwachsene männliche Straftäter untergebracht, für die eine besonders sichere Unterbringung im Vordergrund steht. In der Anstalt befinden sich unter anderem erheblich kriminell vorbelastete, gewaltbereite auch ausbruchswillige Straftäter, darunter auch Drogenabhängige sowie Verhaltensauffällige.

Justizminister Prof. Dr. Roman Poseck erklärte während seines Besuches in der Vollzuganstalt: „Da die JVA Butzbach ein Gefängnis der höchsten Sicherheitsstufe ist, erfüllt es damit eine für die Gesellschaft wichtige und unverzichtbare Schutzfunktion. Auch innerhalb der Anstalt müssen die Bediensteten sich schützen können. Dafür ist seit 2013 ein digitales Personennotrufsystem für die Bediensteten im Einsatz, um Notfälle zu melden. Zudem hat die JVA Butzbach als erste hessische Anstalt eine interne Sicherheitsgruppe aufgestellt, die freiwillig von speziell geschulten Bediensteten wahrgenommen wird. Zu deren Spezialeinsatzgebiet gehören Transporte besonders gefährlicher Gefangener, Kriseninterventionen bei gewaltgeneigten Situationen, einschließlich Verbringungen renitenter Gefangener in den besonders gesicherten Haftraum, und andere sicherheitsrelevante Maßnahmen im Rahmen der regulären Dienstverrichtung. Ich danke allen Bediensteten in dieser Anstalt für ihren sehr engagierten Einsatz.“

Vielfältige Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten

Die Anstalt verfügt mit einer Schneiderei, Schlosserei und Schreinerei sowie einem Werkhof über Eigenbetriebe, in denen die Gefangenen Arbeit verrichten und qualifiziert ausgebildet werden können. So werden Ausbildungen als Schweißer, Metallbauer, Tischler, Gebäudereiniger sowie Gabelstapler angeboten. „Dadurch können die Inhaftierten ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine regelmäßige Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts nach der Entlassung entwickeln und aufbauen“, sagte der Justizminister. Darüber hinaus werden auch Sprachkurse, Computerlehrgänge und Behandlungsmaßnahmen, wie eine Musik- und Kulturgruppe sowie ein Theaterprojekt angeboten.

„Eine Anerkennung erfährt die Arbeit der Inhaftierten dadurch, dass die hier gefertigten qualitativ hochwertigen produzierten Produkte von der Hessischen Landesregierung genutzt werden. Auch die angefertigten Möbel der Schreinerei sind in Justizbehörden zu finden, aber auch in anderen Behörden sowie bei privaten Auftraggebern. Der Besuch zeigte deutlich, dass die Ausbilder und die Inhaftierten hoch engagiert sind und dabei immer die Qualität der Produkte im Vordergrund steht“, sagte Justizminister Roman Poseck abschließend.

Dank der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten werden den Inhaftierten wertvolle Inhalte vermittelt, die sie auch nach einer Entlassung anwenden können. Resozialisierung ist also auch hier ein Schwerpunkt des Strafvollzuges.

Prof. Dr. Roman Poseck Justizminister

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