Manfred Pentz zeigt lachend auf einen blauen Europabus

Warum gibt es die Europawochen?

2025 hat Hessen eine Selfie-Aktion mit sogenannten Europabus gestartet. Das perfekte Vehikel, um dir das Thema anschaulich zu erklären! Nächste Haltestelle: die Europawochen!

Bitte einsteigen! Stell dir diesen Post als einen textlichen Europabus vor. Du kommst mit ihm an den wichtigsten Infos für die Europawochen und dem Europatag vorbei. So erfährst du (also: erfährst), was Hessen mit Europa zu tun hat.

Kinder lassen vor dem Landtag Luftballons mit einer Friedsbotschaft steigen

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Wir fahren fünf Jahre nach dem zweiten Weltkrieg los. Eine Zeit, in der die Menschen und Regierungen den festen Wunsch nach Frieden hatten. Besonders lag der Blick auf Frankreich und Deutschland, die sich leider eine kriegsreiche Vergangenheit teilen. Der französische Politiker Robert Schumann hatte deshalb eine grandiose Idee, die er in einer Rede vorgestellt hat: Benachbarte Länder könnten zusammen eine Gemeinschaft bilden. Die Gemeinschaft sollte sich am Anfang auf Kohle und Stahl konzentrieren. Diese beiden Rohstoffe wurden vor allen Dingen gebraucht, um Waffen zu bauen und Krieg zu führen. So könnten sich die Staaten für dieses heikle Thema gegenseitig im Blick behalten.

Die Staaten Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Italien haben also ihre Produktion für Kohle und Stahl zusammengelegt. Sie haben damit die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gebildet. Kein Land konnte mehr für sich allein eine große Produktion starten. Was in einer noch angespannten Zeit mit einem Gedanken der Kontrolle gestartet ist, ist über die Jahre immer weiter gewachsen. Die Staaten sind zu einer echten Gemeinschaft geworden, helfen einander und machen gemeinsame Regeln.

Schuman hielt seine Rede am 9. Mai 1950. Sie ging als die „Schuman-Erklärung“ in die Geschichte ein und ist der Startpunkt auf dem Weg zur Europäischen Union (EU). Nun weißt du auch, warum genau am 9. Mai immer der „Europatag“ stattfindet. Er ist ein Aktionstag der EU mit vielen Aktionen – auch in HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Im nächsten Tab erfährst du, wieso unser Europabus in der EU freie Fahrt hat.

Unser Europa-Bus hat schon richtig Strecke gemacht. Wir sind jetzt im Jahr 1985. Seit der Schuman-Erklärung von 1950 ist richtig viel passiert. Das füllt Geschichtsbücher und aus denen lernst du in der Schule. Hier möchten wir dir aber etwas ganz Greifbares zeigen. In Europa können wir reisen, ohne angehalten zu werden. Das war früher nicht so und wurde erst 1985 im sogenannten „Schengener Abkommen“ zum ersten Mal vereinbart. Über die Jahre haben immer mehr Länder das Abkommen unterzeichnet. Das ist ein schönes Signal: Wir ziehen keine Grenze zwischen uns.

Wenn du heute im Bus nach Italien fährst, funktioniert das ohne Stopp. Du merkst die Veränderung vielleicht nur daran, dass die Straßenschilder auf einmal anders aussehen. Früher gab es eine Ländergrenze und einen richtigen Stopp. Menschen wurden bei der Einreise von der Polizei kontrolliert. Man musste zum Beispiel den Pass vorzeigen und manchmal wurde auch in die Fahrzeuge geschaut – zum Beispiel in den Kofferraum. Das Thema kommt gerade wieder auf. Manche Regierungen finden, dass Grenzkontrollen mehr Sicherheit bringen. Bestimmt ist auch das ein Thema in deinem Unterricht.

Im nächsten Tab erfährst du, welche Staaten heute alle im Europa-Bus mitfahren.

Seit dem Schengener-Abkommen hat unser Europa-Bus weiter an Fahrt aufgenommen. Über die Jahre hat sich der Name und die vertragliche Vereinbarung unserer europäischen Gemeinschaft immer weiterentwickelt. Heute sprechen wir von der Europäischen Union (EU). 1993 ist sie mit dem sogenannten Maastrichter Vertrag in Kraft getreten.

Schauen wir uns doch mal um, wie viele Sitzplätze im Europabus mittlerweile besetzt sind: In der EU fahren aktuell 27 Staaten mit. Ihre Fahrkarten für den Europabus zahlen übrigens 20 der Staaten mit Euro. Die anderen haben ihre Landeswährung behalten. Zum Beispiel waren vor dem Euro unsere Landeswährungen die Deutsche Mark, die D-Mark genannt wurde.

Im nächsten Tab werfen einen „europäischen Blick“ auf Hessen.

Nun haben wir ein paar wichtige Stationen angefahren und Wissen über die EU eingeladen. Mit diesen Fakten im Gepäck können wir unseren „europäischen Blick“ nach Hessen schweifen lassen. Denn in jedem Mai gibt es viele Aktionen zu den Europawochen: Europafeste und Events. Unser hessischer Europaminister, Manfred Pentz hat gesagt: „Gründe, Europa zu feiern, gibt es zu Hauf!“. Er hofft, dass immer viele in Hessen mitfeiern und sich „für ein starkes Europa“ einsetzen.

Falls du dich gefragt hast, wer am Steuer von unserem „Europa-Bus“ sitzt, dann ist die Antwort auf jeden Fall: Wir alle! Die bisherigen Tabs haben dir gezeigt, dass alles immer in Bewegung ist. Zum Beispiel ist das Vereinigte Königreich 2021 ausgestiegen und hat die EU verlassen (das wurde „Brexit“ genannt“). Und manches auf unserem Weg fühlt sich tatsächlich wie eine Rundfahrt an: Kommen wir wieder an denselben Problemen vorbei, die schon einmal umfahren wurden? Rundfahrt oder Aussteigen? In Hessen finden wir, weiter fahren ist wichtig und der richtige Weg!

Unser nächster Halt ist der Veranstaltungskalender der Europawochen. Viele Vereine und Schulen tragen jedes Jahr Events ein. Dort kannst du dann nachschauen, was in deiner Nähe oder online stattfindet. 

Drei junge Teenager stehen fröhlich nebeneinander, 1 hält einen Stern, 1 jubelt, 1 hält ein Heft

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