Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Zwei Jahre Planstab stationäre Versorgung

Gesundheitsminister Klose und Leiter Prof. Dr. Graf: „Eine Erfolgsgeschichte – auch über die Pandemie hinaus.“

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Seit zwei Jahren wird das System der stationären Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Hessen erfolgreich durch den Planstab stationär gesteuert. Diese Planungseinheit wurde von Gesundheitsminister Kai Klose am 21. März 2020 – kurz nachdem die Corona-Pandemie auch Hessen erreicht hatte – im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration eingerichtet und entwickelte sich unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Graf schnell zum Erfolgsmodell: „Der Planstab stellt die Patientenversorgung in der hierfür am besten geeigneten Infrastruktur – den Kliniken des Landes – sowohl für Patientinnen und Patienten mit als auch ohne COVID-19 sicher“, sagt Klose und betont: „Das ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Planstabs im HMSI als oberster Gesundheitsbehörde Hand in Hand mit den koordinierenden und kooperierenden Krankenhäusern und sektorenübergreifend mit der niedergelassenen Ärzteschaft hervorragend gelungen. Trotz der starken Beanspruchung der medizinischen Infrastruktur sorgt der Planstab mit bettengenauen Vorhalteerlassen an die Kliniken Woche für Woche für die koordinierte Versorgung und Behandlung der COVID-19-Patientinnen und – Patienten in den hessischen Krankenhäusern, ohne dass die Regelversorgung dauerhaft beeinträchtigt wird.“

Passgenaue Lösungen für künftige Anforderungen

Die Planstab-Struktur genießt so großes Vertrauen und hat sich als so verlässlich erwiesen, dass das Instrument auch für weitere Herausforderungen genutzt wird: Aktuell übernimmt der Stab die Organisation und Steuerung der medizinischen Kapazitäten bei der möglichen Versorgung Kriegsverletzter aus der Ukraine. „Der Planstab hat es immer wieder verstanden, organisatorisch ‚vor die Lage‘ zu kommen und hat Ideen und Mechanismen entwickelt, die für die zukünftigen Anforderungen passgenaue Lösungen darstellten“, sagt Prof. Dr. Graf, Planstableiter und Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt.

„Maßgeblich für den Erfolg unserer bundesweit beachteten Struktur ist die enge Kommunikation mit allen beteiligten Einrichtungen des Gesundheitswesens: dem öffentlichen Gesundheitsdienst, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landesärztekammer Hessen, dem Rettungsdienst und den Leitstellen, dem Katastrophenschutz und später auch den Kassenvertretern“, fügt Gesundheitsminister Klose hinzu. Dies sei ein Charakteristikum der engen Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre, die mit einem ersten Treffen am 21. März 2020 im HMSI begann. Seither haben mehrere hundert interne Sitzungen, Telefonkonferenzen und Abstimmungsgespräche stattgefunden: „Da sich die Struktur bewährt hat, werden viele weitere folgen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten – insbesondere bei Prof. Graf und dem Leiter der Sonderlage COVID im HMSI, Abteilungsleiter Stefan Sydow – dafür, dass sie durch ihren Einsatz entscheidend dazu beitragen, die Hessinnen und Hessen in der Pandemie sicher zu versorgen“, so Klose.

Hintergrund

Die koordinierenden Krankenhäuser sind Bindeglieder zwischen dem Planstab und den Krankenhäusern im jeweiligen Versorgungsgebiet (siehe Anhang). In Abstimmung mit dem Planstab entwickeln sie ein regionales Versorgungskonzept und setzen es im jeweiligen Versorgungsgebiet um. Sie übermitteln eine aktuelle Übersicht über die Belegung und die Ressourcen aller Krankenhäuser.

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Alice Engel lächelt in die Kamera. Sie trägt eine goldene Kette und eine dunkelblaue Bluse. Im Hintergrund sind grüne Pflanzen zu sehen.

Alice Engel

Pressesprecherin

HMSI

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