Frau trinkt an Wasserflasche

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Unterstützung für die Kommunen bei der Sicherung künftiger Trinkwasserversorgung

Hessen verlängert die Förderung kommunaler Wasserkonzepte um ein weiteres Jahr. 1,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung.

Um die Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Trinkwasserversorgung für die Zukunft zu rüsten, verlängert das Land die Förderung kommunaler Wasserkonzepte um ein weiteres Jahr. Anträge können nun bis Ende 2023 gestellt werden. 1,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Antragsberechtigt sind hessische Kommunen, deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände sowie kommunale Unternehmen.

„Der Hitzesommer 2022 hat erneut vor Augen geführt, dass Wasser in der Klimakrise ein kostbares Gut ist. Wir sorgen dafür, dass Hessen immer genügend sauberes Wasser hat. Dafür müssen wir uns jetzt auf den Weg machen und in die Trinkwasserversorgung der Zukunft investieren. Wir unterstützen die Kommunen auf diesem Weg und haben bereits Wasserkonzepte für 63 Kommunen mit über 1,8 Millionen Euro gefördert“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz.

Brauchwasser nutzen, Verbundsysteme optimieren

Im Rahmen der Erstellung der Wasserkonzepte werden die vorhandenen Bestandsdaten und die Prognosedaten zur langfristigen Entwicklung der Wasserversorgung betrachtet und bilanziert. Im Ergebnis werden kurz-, mittel und langfristige Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherstellung der Wasserversorgung unter den Bedingungen der Klimakrise und der Gesamtentwicklung der Region entwickelt. Eine besondere Herausforderung in den heißen Sommermonaten stellen beispielsweise steigende Spitzenverbräuche dar, die das bestehende Versorgungssystem an seine Grenzen bringen können. Hessen legt bei den Wasserkonzepten Wert darauf, dass Trinkwasser sparsam eingesetzt wird. Denn beispielsweise für die Bewässerung von privaten oder kommunalen Flächen ist der Einsatz von wertvollem Trinkwasser nicht notwendig. Hier besteht in vielen Kommunen noch ein erhebliches Einspar- und Substitutionspotential.

Die Aufgabe der Erstellung von Wasserkonzepten liegt bei den Kommunen als Trägern der Wasserversorgung. Wasserkonzepte sollen auch die Umsetzung der Maßnahmen des Zukunftsplans Wasser unterstützen und vorbereiten, diese sind beispielsweise die oben angesprochene Brauchwassernutzung oder aber die Optimierung von Verbund- und Wassergewinnungssystemen.

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