Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Schulterschluss von Wirtschaft und Bundeswehr

Wirtschaftliche Stärke und Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Wie beides in Hessen noch enger verzahnt werden kann, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wirtschaft und Bundeswehr: Gemeinsam stark für Hessen“ am 15. April 2026 im Schloss Biebrich in Wiesbaden.

Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Landeskommando Hessen der Bundeswehr bringen dazu Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Militär, Wissenschaft und Politik zusammen, um bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Ansätze für ein widerstandsfähiges Hessen zu entwickeln.

„Frieden und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie brauchen eine starke wirtschaftliche Basis, verlässliche Infrastrukturen und eine Gesellschaft, die zusammenhält“, sagte der Hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori. „Die vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, wie verletzlich selbst hochentwickelte Volkswirtschaften sein können. Daraus ziehen wir Konsequenzen: Wir stärken unsere Resilienz, sichern unsere Lieferketten und investieren in Zukunftstechnologien. Das ist ein Beitrag zur Friedenssicherung – weil Stabilität, wirtschaftliche Stärke und internationale Zusammenarbeit die Grundlage für Sicherheit und Freiheit sind.“

Abwechslungsreiches Programm mit Bezug zu Resilienz und Versorgungssicherheit

Im Zentrum der Veranstaltung stehen zentrale Zukunftsfragen: der Schutz kritischer Infrastrukturen, resiliente Lieferketten sowie Kooperationsmöglichkeiten in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Robotik, Raumfahrt und Hightech-Industrie. „Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet vor allem, Krisen vorzubeugen und unsere Handlungsfähigkeit zu bewahren“, so Mansoori.

Mit mehr als 500 Anmeldungen stößt die Veranstaltung auf große Resonanz. Das Programm umfasst Fachvorträge, eine Podiumsdiskussion sowie eine Ausstellung technologischer Innovationen mit Bezug zu Resilienz und Versorgungssicherheit. Zugleich bietet das Format Raum für Austausch, Vernetzung und konkrete Kooperationen.

Zu den Referierenden zählt unter anderem der Geopolitik-Experte Nico Lange, Gründer und Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit. Weitere Beiträge befassen sich mit der Nutzung europäischer Forschungskapazitäten für digitale Resilienz, der Bedeutung moderner Instandhaltungssysteme sowie mit den Potenzialen weltraumgestützter Technologien.

Begleitend zur Konferenz präsentieren hessische Hochschulen, Forschungsinstitute und Start-ups innovative Anwendungen und Technologien – von autonomer Robotik über Software für effizientere Satellitenkommunikation bis hin zu mobilen Energiesystemen. Ergänzend informieren Netzwerke und Wirtschaftsförderer über Beratungsangebote für Unternehmen, die sich im Bereich sicherheitsrelevanter Technologien engagieren möchten.

Ein leistungsfähiger Wirtschafts- und Technologiestandort ist eine zentrale Voraussetzung für Stabilität und Frieden. Hessen leistet hier einen wichtigen Beitrag – weit über die Landesgrenzen hinaus – und stärkt damit die Resilienz Deutschlands und Europas.