Auch an hessischen Schulen ist die Prävention von Mobbing unter Schülerinnen und Schülern ein wichtiges Thema. Das Bildungsministerium unterstützt die Schulen dabei mit einem breiten Maßnahmenkatalog.
Bildungsminister Armin Schwarz: „Mobbing wie Ausgrenzungen und Beleidigungen verletzt junge Menschen und kann zu Schlafproblemen, innerer Anspannung oder sogar Angst führen, in die Schule zu gehen. Dagegen müssen wir kämpfen. Gerade heutzutage, wenn Mobbing vor allem auch im digitalen Raum mit Social Media passiert, müssen wir wachsam sein und unsere Kinder bestmöglich schützen. Deshalb stärken wir unsere Schulen mit einem breiten Netz an Präventionsprogrammen, qualifizierten Fachkräften und fundierten Informationen.“ Schwarz hat sich deshalb schon früh für eine bundesweite Altersbeschränkung bei Social Media eingesetzt. In Hessen gelten zudem die Smartphone-Schutzzonen an Schulen.
Schutzkonzepte und Programme gegen Mobbing an Schulen
Seit Dezember 2022 sind hessische Schulen gesetzlich dazu verpflichtet, Schutzkonzepte gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch zu entwickeln. Fester Bestandteil davon sind Maßnahmen gegen Mobbing wie „Gemeinsam Klasse sein“, die Unterrichtseinheit „Du gehörst dazu!“, die allen Grundschulen zur Verfügung steht, und das Programm „Mobbing-Interventions-Teams“, das weiterführende Schulen als Baustein im Rahmen ihres schulischen Schutzkonzepts einsetzen können. Im Hinblick auf Cyber-Mobbing gibt es vor allem für Lehrkräfte und Eltern ein umfassendes Angebot der Beratungsstelle Jugend und Medien. Bei den Präventionsmaßnahmen, aber auch dann, wenn Fälle bei Schülerinnen und Schülern auftreten, unterstützen sozialpädagogische und schulpsychologische Fachkräfte die Schulen.
Das Netzwerk gegen Gewalt der Hessischen Landesregierung stellt darüber hinaus Handreichungen wie „Nein zu Mobbing. Hinsehen-Handeln-Helfen“ und „Mobbing: Ein Wegweiser zur Mobbingprävention und Mobbingintervention in Hessen“ zur Verfügung, die den Schulen dabei helfen, ihre Strategien gegen Mobbing und Cybermobbing laufend zu verbessern.
Eine Liste mit Präventionsprogrammen, darunter auch viele zum Thema Mobbing, finden sich auf der Themenseite Förderung der psychischen Gesundheit und allgemeiner Lebenskompetenzen.
WERTvoll-Initiative und Smartphone-Schutzzonen an Schulen
Einen wichtigen Beitrag zur Mobbingprävention leistet auch die Initiative zur Werte- und Demokratiebildung WERTvoll, die das Ministerium im Schuljahr 2025/2026 auf alle Schulformen und Jahrgangsstufen ausgeweitet hat. Ziel ist es, jede Schule darin zu stärken, demokratische Grundwerte wie Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander gezielt zu fördern. Die neue WERTvoll-Plattform bietet Schulen und Lehrkräften dafür Materialien und Vernetzungsmöglichkeiten.
Die gesetzliche Verankerung von Smartphone-Schutzzonen an Hessens Schulen dämmt zudem die ausufernde Nutzung der digitalen Geräte ein, bei der junge Menschen durch teilweise verstörende Inhalte auf Social Media und durch Cybermobbing erheblich in ihrer psychischen Gesundheit belastet sein können. Eine wichtige Rolle spielt hierbei an den Schulen auch die Medienbildung.