Auch das Polizeipräsidium Frankfurt am Main nahm mit einer eigenen Laufgruppe an der Demonstration teil und war zudem mit einem Informationsstand vertreten.
Innenminister Roman Poseck betonte im Rahmen der Veranstaltung „Der Christopher Street Day ist ein starkes Zeichen für die Vielfalt unserer Gesellschaft und für das Recht jedes Menschen, frei und ohne Angst so zu leben, wie er ist. Diese Vielfalt ist ein Gewinn für unser Land. Umso mehr schmerzt es, dass queere Menschen auch in Hessen weiterhin Anfeindungen, Hass und Gewalt erleben. Im Jahr 2025 wurden in Hessen 141 queerfeindlich motivierte Straftaten registriert und damit noch einmal mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2021 ist sogar ein Anstieg um 314 Prozent zu verzeichnen. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Dabei müssen wir von einem erheblichen Dunkelfeld ausgehen, weil viele Betroffene Straftaten nicht zur Anzeige bringen.
Es ist erschreckend, dass es heute Nacht in Frankfurt bereits zu queerfeindlichen Vorfällen gekommen ist. Ein Mann wurde nachts in der Innenstadt mit einer Glasflasche geschlagen. Der Täter ist im Bereich eines Kiosks aufgefallen, in dem er eine Glasflasche auf den Boden warf. Als sich der 62-Jährige daraufhin umgedreht und nach dem Grund gefragt hatte, soll der unbekannte Täter auf ihn zugegangen sein und unter Verweis auf die sexuelle Orientierung des Geschädigten unmittelbar mit einer Glasflasche zugeschlagen haben. Der 62-Jährige erlitt hierdurch Verletzungen im Gesicht. Daneben wurden im Eingangsbereich einer queeren Szenebar in der Nacht aus einer Gruppe heraus Glasflaschen geworfen. Verletzt wurde zwar niemand, aber es entstand ein Sachschaden an einer Glasscheibe in der Nähe. Die Polizei konnte einen flüchtenden 21-Jährigen fassen.