Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Landesregierung errichtet Kompetenzzentrum „Kinder.Sprachen.Zukunft“

Sozialministerin Heike Hofmann hat den Startschuss für die Errichtung des hessischen Kompetenzzentrums „Kinder.Sprachen.Zukunft“ gegeben, das sich sprachlicher Bildung und Förderung in der frühen Kindheit widmet.

Hofmann überreichte die entsprechenden Bescheide für die erste Förderphase an den Träger des Zentrums, ein Konsortium der Universität Paderborn und der Qualität in Kitas Onlineakademie GmbH (QiK). Die Landesregierung stellt für die erste Phase von Februar bis April 2026 zunächst 200.000 Euro bereit. Die Bescheide für die zweite Phase, die sich bis Ende 2028 erstreckt, sollen nach der Verabschiedung des Landeshaushalts für 2026 folgen. Die Gesamtfördersumme beträgt bis zu 4,2 Millionen Euro.

Kompetenzzentrum soll als Koordinierungsstelle agieren

„Sprachliche Bildung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Bildungsweg und zu gesellschaftlicher Teilhabe. Mit dem Kompetenzzentrum schaffen wir landesweit eine starke Struktur, die Forschung, Praxis und Bildungspolitik systematisch miteinander verzahnt, was letztlich allen Kindern in Hessen zugutekommt“, sagte Ministerin Hofmann im Rahmen der Übergabe in der Handwerkskammer in Wiesbaden.

Die Einrichtung von „Kinder.Sprachen.Zukunft“ als Koordinierungsstelle wurde im Dezember 2024 durch das Kabinett beschlossen und im Anschluss weiter konkretisiert. „Unser Ziel ist, dass ein tragfähiges, praxisorientiertes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept zur Sprachbildung und -förderung in Hessen entsteht. Es wird auf dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) aufbauen und ihn mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur frühen Sprachentwicklung, zu Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Inklusion verbinden“, führte die Ministerin aus.

Das Angebot adressiere Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Fachberatungen, Träger und Eltern. „Das Kompetenzzentrum bündelt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, bereitet sie zielgruppengerecht auf ergänzt sie mit Fortbildungsangeboten, digitalen Lernressourcen und medienpädagogischen Konzepten“, so Hofmann weiter.

Starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit

Der Träger, das Konsortium aus der Arbeitsgruppe Inklusive Pädagogik und dem Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) an der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Timm Albers sowie der QiK GmbH mit Geschäftsführerin Marion Lepold, ist im Bereich der frühkindlichen Sprachbildung etabliert: Prof. Albers ist in diesem Bereich bundesweit anerkannter Experte, Lepold bringt Erfahrung in alltagsintegrierter sprachlicher Bildung sowie bei der digitalen Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte ein und ist eng mit Praxis und Trägerlandschaft vernetzt. Die Hauptgeschäftsstelle des Kompetenzzentrums wird in Wiesbaden eingerichtet. Nach der Aufbau- und Konzeptionierungsphase ist für Juni eine landesweite Auftaktveranstaltung geplant.

„Wir wollen allen Kindern – unabhängig von sprachlicher Herkunft oder individueller Situation – echte Chancen auf umfassende gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Mit ‚Kinder.Sprachen.Zukunft‘ setzen wir ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit sowie für Qualität und Innovation im Bereich der frühkindlichen Bildung: Wir legen den Grundstein für erfolgreiche Bildungsbiographien und sichern uns so auch die Fachkräfte von morgen“, sagte Ministerin Hofmann.