Neben Sirenen werden auch alle weiteren Warnmöglichkeiten, wie beispielsweise das vom Bund eingeführte „Cell-Broadcast“ oder WarnApps auf Smartphones, zum Einsatz kommen. Sowohl das Sirenensignal für den Probealarm ab 11:00 Uhr als auch für die Entwarnung um 11:45 Uhr dauern dann jeweils für eine Minute an.
Innenminister Roman Poseck führte aus: „Die aktuelle Sicherheitslage führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, dass wir die Bevölkerung im Ernstfall schnell, zuverlässig und verständlich erreichen können. Genau dafür ist der Warntag da. Er macht die verschiedenen Warnmittel bekannt, testet die vorhandenen Strukturen und gibt den Bürgern die Möglichkeit, sich mit den Warnsignalen und den Abläufen vertraut zu machen.
Dabei haben die Sirenen eine besondere Bedeutung. Sie sind ein zuverlässiges Weckmedium, das rund um die Uhr Aufmerksamkeit herstellen kann; auch dann, wenn das Smartphone gerade nicht zur Hand ist oder andere Informationswege nicht wahrgenommen werden können. Deshalb müssen Sirenen laut sein und einen klaren Weckeffekt haben.
Hessen investiert gezielt in die Modernisierung und den Ausbau seiner Warninfrastruktur, unter anderem mit 2,1 Millionen Euro in die Ertüchtigung der kommunalen Sirenen. Darüber hinaus haben Bund und Länder gemeinsame Förderprogramme für die Erneuerung und den Ausbau des Sirenennetzes aufgelegt. Seit 2021 stehen den hessischen Gemeinden dafür gemeinsam von Bund und Land insgesamt 12 Millionen Euro zur Verfügung, davon allein 600.000 Euro im Jahr 2026. Wir nehmen die Warnung der Bevölkerung ernst und arbeiten kontinuierlich daran, die Warninfrastruktur in Hessen noch leistungsfähiger zu machen.