„Hessen ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder. Dieser Tarifabschluss zeigt, dass dieser Weg richtig ist. Wir weichen an einigen bedeutsamen Stellen von dem Tarifabschluss der übrigen Länder ab. Die Eigenständigkeit dient Land und Beschäftigten gleichermaßen. Denn hierdurch gelingt es, für Hessen passgenaue Lösungen zu finden.
Die Entgelterhöhung fällt in Hessen in beiden Jahren etwas höher aus, als es im Rahmen der Tarifgemeinschaft der Länder vereinbart wurde. Auch das Landesticket wird in Hessen unverändert fortgesetzt werden. Hessenspezifische Verbesserungen sind im Übrigen für die Schicht- und Wechselschichtzulage vereinbart worden. Davon profitieren vor allem die Polizei und der Justizvollzug. Außerdem werden einzelne Eingruppierungen im Rahmen der Entgeltordnung verbessert. So sind zusätzliche Aufstiegsmöglichkeiten und Höhergruppierungen zum Beispiel in den Gerichtskassen und für Betriebsprüfer vorgesehen. Hessen verpflichtet sich mit dem neuen Tarifvertrag auch in Zukunft, Auszubildende zu übernehmen, die zumindest die Abschlussnote „befriedigend“ erzielt haben.
Mit diesem Tarifabschluss gestaltet Hessen die Zukunftsfähigkeit seines Öffentlichen Dienstes. Ich danke allen Beteiligten für die intensiven, aber auch fairen Verhandlungen. Alle Seiten haben wieder einmal die Fähigkeit zum Kompromiss unter Beweis gestellt.“