Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

1.360 neue Lehrkräfte starten hessenweit in den Vorbereitungsdienst

1.360 neue Lehrkräfte starten hessenweit im November in den Vorbereitungsdienst (Referendariat).

Darunter sind 79 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit akademischem Hintergrund; 41 von ihnen absolvieren das Quereinstiegsformat mit einem Fach, das im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführt wurde. Zusammen mit den Vereidigungen im Mai hat das Land Hessen in diesem Jahr über 2.500 neue Lehrkräfte begrüßt. Das Interesse an dem Beruf ist weiterhin ungebrochen.

Bildungsminister Armin Schwarz: „Ich gratuliere allen neuen Lehrkräften recht herzlich zur bestandenen Ersten Staatsprüfung und heiße sie herzlich willkommen in der hessischen Schulfamilie. Sie haben sich für einen wichtigen und belohnenden Beruf entschieden, der die Zukunft unseres Landes prägt und für Familien und Kinder in Hessen einen wichtigen Bezugspunkt darstellt. Wir brauchen junge und engagierte Lehrkräfte wie Sie, die Lust darauf haben, diesen vielfältigen Beruf mit Leben zu füllen.“

Zwischen 2.400 und 2.600 Nachwuchskräfte beginnen jährlich in Hessen nach dem Abschluss des Studiums den Vorbereitungsdienst (Referendariat mit Zweitem Staatsexamen), der in enger Verzahnung von Theorie und Praxis an Schulen und Studienseminaren durchgeführt wird. Turnusmäßig gibt es auch einen Termin im November, bei dem die Zahlen der Vereidigungen in der Regel höher ausfallen.

System durch verschiedene Quereinstiegsformate flexibler gestaltet

In den vergangenen Jahren wurden die Wege in den Schuldienst gestärkt und das System durch verschiedene Quereinstiegsformate flexibler gestaltet. Derzeit befinden sich gut 460 angehende Lehrerinnen und Lehrer im Quereinstieg in den Schuldienst und in den Weiterbildungsprogrammen für interessierte Akademikerinnen und Akademiker. Außerdem wurde das Mentoring während des Vorbereitungsdienstes gestärkt. Dadurch wird der eigenverantwortliche Unterricht in mindestens zwei bis zu vier Unterrichtsstunden pro Woche durch eine Mentorin oder einen Mentor betreut. Dabei unterstützt die Mentorin oder der Mentor bei der Gestaltung des Unterrichts. So werden die angehenden Lehrkräfte in ihrer Entwicklung kontinuierlich begleitet und unterstützt.

Eine Neufassung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes soll zudem zu einer weiteren Stärkung der zeitgemäßen und zukunftsorientierten Ausbildung für angehende Lehrkräfte führen.

Die neuen Lehrerinnen und Lehrer werden in allen Schulformen eingesetzt – von Grund- und weiterführenden Schulen über berufliche Schulen bis hin zur sonderpädagogischen Förderung.

Hintergrund

Der Vorbereitungsdienst in Hessen beginnt im Jahr jeweils Anfang Mai und Anfang November und dauert derzeit 21 Monate. Die Ausbildung ist in vier Phasen unterteilt und schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab.

  • Rund 20.000 junge Menschen studieren an den hessischen Universitäten derzeit ein Lehramt,
  • aktuell sind über 67.000 Lehrkräfte an mehr als 1.800 öffentlichen Schulen in Hessen tätig – so viele wie nie,
  • die Zahl der Schülerinnen und Schüler beträgt rund 815.000.