Unter Schülerinnen und Schülern aus Hessen erfreut sich der traditionsreiche Wettbewerb großer Beliebtheit. Die Besten von ihnen aus diesem Schuljahr erhielten dafür in der Hessischen Landesvertretung in der Europahauptstadt Brüssel, die große Bühne – vier Gewinnerprojekte des aktuellen Jahrgangs von „Jugend forscht“. Vor Ort durften die Preisträgerinnen und Preisträger außerdem ihre Projekte einem europäischen Publikum präsentieren. Anwesend waren zudem Gewinnerinnen und Gewinner aus anderen Teilen Deutschlands.
Lösel: „Hessen setzt auf die Förderung junger Forschungs-Talente und das endet nicht an unseren Landesgrenzen. Wer hier als Jugendliche oder Jugendlicher bereits solch beeindruckende Ideen und Ergebnisse vorweisen kann, der soll auch auf europäischer Ebene gesehen und gehört werden. Die Projekte, die heute präsentiert wurden, zeigen nachdrücklich, wie viel wissenschaftliche Neugier und Innovationskraft in unseren Schülerinnen und Schülern in Hessen stecken, und wie effektiv unsere Schulen dies fördern.“
Wichtiger Bestandteil der Nachwuchsförderung
Die vorgestellten Projekte stammten aus den Bereichen Abfallwirtschaft und Wasserstofftechnologie, Klimamodellierung, Bildungsforschung sowie aus der Neuroinformatik und zeigten so das breite Spektrum der Beiträge zum Wettbewerb auf. Hessen ist das einzige Bundesland, das seinen Landessiegerinnen und -siegern auf diese Weise den Zugang zu einer europäischen Bühne für die Präsentation und Vernetzung ermöglicht.
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ feiert in diesem Jahr sein 60. Jubiläum. Hessen betrachtet ihn seit seiner Gründung im Jahr 1966 als wichtigen Bestandteil der Nachwuchsförderung in der Wissenschaft. Seit Beginn haben über 16.000 hessische Schülerinnen und Schüler teilgenommen, im Jahr 2026 waren es über 600.
Die hessischen Projekte in Brüssel:
- Doron Antal, Jakob Hollingshaus (Gymnasium Eltville):
„ThermoH2 - Umwandlung von Kunststoffabfällen in wertvolle Rohstoffe“ - Lilly Schwarz (SchülerForschungsZentrum Nordhessen, Kassel):
„ACOLOC – Advanced Climate Ocean Simulation Using Deep Learning for Ocean Currents“ - Milosch Füllgraf (Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim):
„Modellierung des Einflusses ähnlichen Lernmaterials auf den Lernprozess von Karteikarten“ - Liam Alexander Lang (Grimmelshausen Gymnasium, Gelnhausen):
„NeuroPong – Gehirnwellengesteuertes Gaming zur Überwindung von Barrieren“
Austausch mit EU-Antisemitismusbeauftragten
Den Aufenthalt in Brüssel nutzte der Staatssekretär zudem zum Austausch mit der Antisemitismusbeauftragten der Europäischen Kommission, Dr. h.c. Katharina von Schnurbein. Dabei ging es um die umfangreichen Maßnahmen in Hessen gegen Antisemitismus und die Kooperation im Rahmen der EU-Strategie zur Bekämpfung des Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens.