Eine neue Maßnahme hat Bildungsminister Armin Schwarz heute an der Gesamtschule Fischbach in Kelkheim bei Frankfurt vorgestellt – eine landesweite Aufkleber-Aktion in Kooperation mit der bundesweiten „Nummer gegen Kummer“. Alle hessischen Schulen erhalten dazu in den nächsten Tagen ein Paket mit Plakaten und Stickern zur „Nummer gegen Kummer“ für die Anbringung in der Schule, an Rückzugsorten wie den Toiletten, und zudem mit wichtigen Hinweisen auf Unterstützungsangebote gerade auch in Hessen.
Niedrischschwelliger Zugang zu Hilfe
Bildungsminister Armin Schwarz: „Prüfungsstress, eine ausufernde Social-Media-Nutzung, eine unsichere Welt, Kriege, Zukunftsängste, Probleme in der Familie oder mit anderen Menschen – das kann verunsichern und zu Ängsten bei Kindern und Jugendlichen führen. Die Schule ist weit mehr als ein Ort des Lernens – sie ist ein zentraler Lebensraum, in dem wir Verantwortung für das Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler tragen. Mit der Kooperation mit der „Nummer gegen Kummer“ ergänzen wir unsere schulpsychologischen Maßnahmen, um jungen Menschen einen einfachen Zugang zu schneller Hilfe bei Sorgen und psychischen Belastungen zu bieten“.
Die Sticker können hierzu an Orten in der Schule angebracht werden, an denen Schülerinnen und Schüler allein sind. Fachleute wissen: Hier entstehen oft die Momente, in denen der Mut wächst, sich Unterstützung zu holen. Der Sticker wirkt dabei wie ein gedanklicher Türöffner: Er zeigt den jungen Menschen, dass sie nicht allein sind und dass Hilfe jederzeit möglich ist – auch später, wenn sie bereit sind, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Diese Aktion setzt dort an – leise, unaufdringlich und wirkungsvoll.
Die „Nummer gegen Kummer“ ist eine etablierte, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle, die Beratung per Telefon, Chat oder Mail ermöglicht. Sie bietet jungen Menschen einen unkomplizierten Zugang. Der eingetragene Verein ist aus dem Kinderschutzbund hervorgegangen. Die speziell geschulten Beraterinnen und Berater sind in ganz Deutschland hauptsächlich ehrenamtlich tätig. Allein in Hessen sind acht Standorte mit Angeboten der „Nummer gegen Kummer“ vertreten.
An der Gesamtschule Fischbach tauschte sich Minister Schwarz zu dem Thema mit verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern aus, darunter von der „Nummer gegen Kummer“, der Landesschülervertretung, Schülerinnen und Schülern aus Kelkheim und Lehrkräften.