Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

1.200 Lehrkräfte starten ins Referendariat

Bildungsminister Schwarz vereidigt in Fritzlar neue Lehrkräfte – rund 2.500 beginnen in diesem Jahr.

1.200 neue Lehrkräfte starten hessenweit Anfang Mai in den Vorbereitungsdienst (Referendariat). Darunter sind rund 90 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit akademischem Hintergrund; 55 von ihnen absolvieren das Quereinstiegsformat mit einem Fach, das im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführt wurde.

„Mit der Entscheidung für den Lehrerberuf haben sich unsere neuen Lehrkräfte für eine Aufgabe zentraler gesellschaftlicher Bedeutung entschieden. Sie übernehmen Verantwortung für die Bildung und Erziehung kommender Generationen – für junge Menschen, die in einer zunehmend komplexen, globalisierten und digitalisierten Welt Orientierung und Werte benötigen,” sagte Bildungsminister Armin Schwarz, der am Montag in Fritzlar 35 angehende Lehrkräfte vereidigte.

Ausbildung eng verzahnt mit Praxis

Zwischen 2.400 und 2.600 Nachwuchskräfte beginnen jährlich in Hessen nach dem Abschluss des Studiums den Vorbereitungsdienst (Referendariat mit Zweitem Staatsexamen), der in enger Verzahnung von Theorie und Praxis an Schulen und Studienseminaren durchgeführt wird. Turnusmäßig gibt es auch einen Termin im November, bei dem die Zahlen der Vereidigungen in der Regel höher ausfallen. In den vergangenen Jahren wurden die Wege in den Schuldienst gestärkt und das System durch verschiedene Quereinstiegsformate flexibler gestaltet. Außerdem wurde das Mentoring während des Vorbereitungsdienstes gestärkt. Dadurch wird der eigenverantwortliche Unterricht in mindestens zwei bis zu vier Unterrichtsstunden pro Woche durch eine Mentorin oder einen Mentor betreut. Dabei unterstützt die Mentorin oder der Mentor bei der Gestaltung des Unterrichts. So werden die angehenden Lehrkräfte in ihrer Entwicklung kontinuierlich begleitet und unterstützt.

Die neuen Lehrkräfte werden in allen Schulformen eingesetzt – von Grund- und weiterführenden Schulen über berufliche Schulen bis hin zur sonderpädagogischen Förderung.

„Ich gratuliere Ihnen herzlich zur bestandenen Ersten Staatsprüfung und heiße Sie als zukünftige Lehrkräfte im hessischen Schuldienst willkommen! Jeder von Ihnen trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln, lernen, ihr Umfeld zu verstehen und schließlich auch Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen“, sagte Schwarz zur Begrüßung zu den Nachwuchslehrkräften in Fritzlar.

Hintergrund

Der Vorbereitungsdienst in Hessen beginnt im Jahr jeweils Anfang Mai und Anfang November und dauert derzeit 21 Monate. Die Ausbildung ist in vier Phasen unterteilt und schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab.

  • Rund 20.000 junge Menschen studieren an den hessischen Universitäten derzeit ein Lehramt,
  • die gefragten Quereinstiegs- und Weiterbildungsprogramme für interessierte Akademikerinnen und Akademiker werden derzeit von 460 angehenden Lehrkräften absolviert,
  • durch die Einstellung von Pensionärinnen und Pensionären, Verlängerungen der Dienstzeit, Aufstockung der Teilzeit oder Teilzeit in Elternzeit konnten für das laufende Schuljahr weitere erfahrene Lehrkräfte – im Umfang von 790 Stellen – gewonnen werden,
  • aktuell sind über 67.000 Lehrkräfte an mehr als 1.800 öffentlichen Schulen in Hessen tätig – so viele wie nie,
  • nur 1,6 Prozent der Lehrkräftestellen waren zuletzt in Hessen unbesetzt,
  • die Zahl der Schülerinnen und Schüler beträgt rund 815.000.