Auch in diesem Jahr nutzen wieder viele Schülerinnen und Schüler die Osterferien, um sich in Lerncamps ihrer Schulen auf Abschlussprüfungen vorzubereiten, Rückstände aufzuholen oder Inhalte aus dem Unterricht zu festigen. Das Hessische Bildungsministerium ermöglicht es Schulen, in den Ferien kostenfreie Lerncamps für interessierte Schülerinnen und Schüler anzubieten und trägt die Finanzierung. Durchgeführt werden die Angebote größtenteils von Lehrkräften der Schulen.
Bildungsminister Armin Schwarz: „Dass so viele Schülerinnen und Schüler auf eigenes Bestreben einen Teil ihrer Osterferien nutzen, um sich gezielt auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten oder um Unterrichtsinhalte zu wiederholen, verdient großen Respekt und zeigt, wie wichtig es ist, dass wir diese Möglichkeiten zusammen mit den Schulen schaffen. Besonders danken möchte ich daher den Lehrerinnen und Lehrern, die die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Engagement bestärken und sie mit ihren Angeboten und ihrer Expertise unterstützen.“
Individuelle Unterstützung für Kinder und Jugendliche aller Bildungsgänge
In den aktuellen Osterferien nutzen über 50 Schulen in Hessen diese Möglichkeit, vor allem an integrativen und kooperativen Gesamtschulen ist das Angebot zur speziellen Förderung gefragt. Über 2.100 Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus den Klassenstufen neun und zehn, sind angemeldet, sie bereiten sich auf die Abschlussprüfungen der Haupt- und Realschulen vor. Die am häufigsten angebotenen Fächer sind Mathematik, Deutsch und Englisch.
Im Zentrum der Lerncamps steht die individuelle Unterstützung für Kinder und Jugendliche aller Bildungsgänge und Schultypen. Das Angebot ermöglicht die Aufarbeitung von Lernrückständen, unterstützt gezielt bei den Prüfungsvorbereitungen und stärkt Schlüsselkompetenzen wie Selbstregulation. Dabei steht nicht nur die Kompensation versäumter Lerninhalte in Kleingruppen im Fokus, sondern auch die Schaffung ganzheitlicher Unterstützungsangebote mit sozialen, sportlichen und psychologischen Komponenten. Ziel ist es, auch in der unterrichtsfreien Zeit durch passgenaue Förderangebote die Bildungschancen und die individuelle Entwicklung von Schülerinnen und Schülern zu stärken.
Seit Einführung über 1.600 Lerncamps hessenweit
Seit Einführung des Programms im Jahr 2020 haben über 63.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 1.600 Lerncamps teilgenommen. Die Schulen verfügen bei der Organisation und Durchführung über große Gestaltungsfreiheit. Professionelle Teams, bestehend vor allem aus regulärem Schulpersonal, aber auch Studentinnen und Studenten in Lehrämtern, Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (Referendariat) sowie pensionierten Lehrkräften, gewährleisten eine qualitativ hochwertige Umsetzung und passgenaue Förderung.
Die Möglichkeit, Lerncamps zu veranstalten, wird auch in den Sommerferien wieder gegeben sein.