Die Documenta 16 kann kommen
Ein Code of Conduct, klare Zuständigkeiten und professionelle Entscheidungsprozesse sorgen bei der Neuaufstellung der documenta für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit. Ein international besetztes Gremium begleitet die Ausstellung bei ethischen und gesellschaftlichen Fragen. Die Vermittlungsangebote wurden ausgebaut und Maßnahmen zur Sensibilisierung sowie Prävention gegenüber Diskriminierung jeglicher Art gestärkt. Die öffentlichen Träger übernehmen mehr Verantwortung bei strategischen Fragen – unter strikter Wahrung der Kunstfreiheit.
Für den Erhalt der Demokratie
Das neu aufgelegte Programm „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ nimmt Fahrt auf – mit einer eigenen Paulskirchen-Professur. Ziel ist praxisnahe Forschung zur Verbesserung von Demokratieprojekten und Maßnahmen gegen Diskriminierung. Ein wichtiger Bestandteil ist die wissenschaftliche Entwicklung eines neuen Hessen-Monitors „Demokratische Zustände in Hessen“. Das Forschungsprojekt von Philipps-Universität Marburg, TU Darmstadt und weiteren Partnern wird vom Land von 2025 bis 2027 gefördert. Es dient der systematischen Erfassung von Einstellungen und Meinungen der hessischen Bevölkerung in Bezug auf Demokratie, politische Institutionen, gesellschaftliche Spaltung und demokratische Resilienz. Es soll langfristig als Beobachtungsinstrument Trends sichtbar machen und Politik, Wissenschaft und Gesellschaft mit evidenzbasierten Daten unterstützen. Insgesamt fließen 14 Millionen Euro bis 2028 in die Forschungsprojekte.
Denkmalschutz wird Digital, Bürger- und Kommunalfreundlich gemacht
Mit dem neuen Hessischen Denkmalschutzgesetz wird die Denkmalpflege konsequent digitalisiert und stärker an den Bedürfnissen von Bürgerinnen, Bürgern und Kommunen ausgerichtet. Zentrale Verfahren werden künftig digital über das Bauportal abgewickelt und erfolgen damit schneller, transparenter und einfacher. Schnellere Genehmigungen und gebündelte Zuständigkeiten sorgen für effizientere Abläufe und weniger Bürokratie.
Gleichzeitig wird das Denkmalverzeichnis digital zugänglich gemacht und die Zusammenarbeit zwischen Bauaufsicht und Denkmalschutz rechtssicher verzahnt. Insgesamt entsteht so ein moderner, serviceorientierter Denkmalschutz, der den Zugang erleichtert, Planungssicherheit erhöht und die Kommunen stärkt.