Portrait von Reinhard Ernst

Reinhard Ernst

Happy Birthday, Hessen!

Lebenlauf

Reinhard Ernst wurde 1945 geboren und ist ein deutscher Unternehmer und Kunstsammler aus Hessen. Über viele Jahre baute er eine private Kunstsammlung auf, mit einem besonderen Fokus auf abstrakte Kunst nach 1945. Seine Sammlung umfasst Werke international renommierter Künstler aus Europa, den USA und Japan. Sie gilt als eine der wichtigsten Privatsammlungen dieser Art in Deutschland.

Ein zentrales Projekt seines Lebens ist das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden, das er mit seiner Stiftung, der Reinhard und Sonja Ernst-Stiftung, umsetzte. Das Museum widmet sich der Präsentation abstrakter Kunst und wurde mit dem Ziel gegründet, Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Heute engagiert sich die Reinhard und Sonja Ernst-Stiftung als Förderer von Kunst und Kultur sowie im Bereich Denkmalschutz. Sie setzt sich darüberhinaus für die Belange von Kindern und älteren Menschen ein. Mit dem Museum Reinhard Ernst haben Reinhard Ernst und seine Frau einen bedeutenden kulturellen Beitrag für das Land Hessen und insbesondere die Stadt Wiesbaden geschaffen.

Was verbinde ich mit Hessen?

Ich bin im September 1945 in Dillhausen geboren, bin also ein Hesse, noch bevor es das Bundesland Hessen gab. Meine Frau, gebürtige Wiesbadenerin, und ich leben seit einem Vierteljahrhundert in der Landeshauptstadt. Hessen ist aber nicht nur meine Heimat, sondern auch langjähriger Standort meiner Unternehmen. Als Inhaber einer Firma mit engen Geschäftsbeziehungen nach Japan und in die USA, habe ich viel Zeit im Ausland verbracht. Umso mehr weiß man die Heimat zu schätzen. Meine Frau und ich engagieren uns seit der Gründung unserer Stiftung besonders in unserer nächsten Umgebung: Drei wichtige Projekte unserer Stiftung haben wir in Hessen realisiert – neben dem Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden sind dies der Bau einer Musikschule in Eppstein/Ts und die denkmalgerechte Sanierung des Walderdorffer Hofs in Limburg, die mit dem Großen Denkmalpreis der Stiftung der Deutschen Burgenvereinigung (DBV) ausgezeichnet wurde.

Was ist mein Lieblingsort in Hessen?

Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes behaupten würde: Mein Lieblingsort ist das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden. Dieses Museum zu planen und zu bauen hat insgesamt acht Jahre gedauert. Diese Zeit markiert eine besondere Phase in meiner langjährigen Freundschaft mit dem japanischen Architekten, Fumihiko Maki.

Unser größter Wunsch ist es, Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, einen Zugang zu Museen und vor allem zu abstrakter Kunst zu vermitteln. Wir sind überzeugt davon, dass die Auseinandersetzung mit der ungegenständlichen Kunst dabei hilft, die eigene Kreativität zu entdecken. Deshalb haben wir die Vormittage in unserem Museum ausschließlich für Schulklassen und Bildungsinstitutionen reserviert.

Alles Gute zum 80. Geburtstag! Das wünsche ich Hessen für die Zukunft…

Hessen ist das Kraftzentrum in der Mitte Deutschlands. Internationale Strahlkraft gewinnt das Bundesland durch den Frankfurter Flughafen, die Messe und die Bankenlandschaft mit der Europäischen Zentralbank an der Spitze. Darüber hinaus haben wir einen wichtigen Knotenpunkt für den digitalen Datenverkehr. Die Kulturszene Hessens ist ebenfalls international, man denke nur an die documenta, das Rheingau Musik Festival und an die vielfältige Museumslandschaft, von Darmstadt bis Kassel. Für die Zukunft wünsche ich mir für meine Heimat Hessen, dass sie noch mehr Besucher:innen von nah und fern anzieht, und dass es uns Hessen gelingt, unsere Liebe und Begeisterung für unser Bundesland allen Besucher:innen mitzuteilen. 

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