v. l . n. r.: Polizeipräsidenten Günther Voß und Innenminister Peter Beuth

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

Peter Beuth verabschiedet Polizeipräsident Günter Voß in den Ruhestand

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Fuldaer Orangerie hat Innenminister Peter Beuth den osthessische Polizeipräsidenten Günther Voß in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der Innenminister würdigte den 65-Jährigen persönlich für seine herausragenden Verdienste für die Region Osthessen und die hessische Polizei.

„Mit Günter Voß geht ein Vollblutpolizist in den wohlverdienten Ruhestand, der in seiner allein rund vierundzwanzigjährigen Dienstzeit für die Menschen in Osthessen sehr viel bewegt hat. Sorgfalt und Weitblick, klare Worte und Führungsstärke zeichneten ihn als Präsidenten aus. Unter seiner Verantwortung hat sich das Polizeipräsidium Osthessen maßgeblich weiterentwickelt und die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger der Region stetig verbessert. In diesem Sinne bedanke ich mich bei Günther Voß für seine erfolgreiche und herausragende Arbeit für das Land, die hessische Polizei und insbesondere für die Region Osthessen. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und viel Gesundheit für den wohlverdienten Ruhestand“, so Innenminister Peter Beuth.

47 Jahre Polizist

Über 47 Jahre wirkte Günther Voß als Polizist, die letzten sechs Jahre als osthessischer Polizeipräsident. In seiner Amtszeit sank die Kriminalität in Osthessen um mehr als zehn Prozent, bei einer kontinuierlichen Steigerung der Aufklärungsquote auf den historischen Spitzenwert in 2021 (70,6 Prozent). Mit den Präventionsprojekten „SENIOREN SIND AUF ZACK“ und „DIGITAL NATIVE“ und einer stetigen Weiterentwicklung der Organisationsstruktur, wie beispielsweise durch Einrichtung einer Operativen Einheit Fulda, eines Auswerte- und Analysezentrums oder eines Kriminaldauerdienstes, hat Günther Voß für eine effektivere Kriminalitätsbekämpfung gesorgt und die Sicherheitsarchitektur des Polizeipräsidiums Osthessen nachhaltig gestärkt. Dabei lag ihm stets ein vertrauensvoller Umgang mit den Sicherheitspartnern und den politischen Entscheidungsträgern am Herzen.

Werdegang Günther Voß

Günther Voß begann 1974 seine Karriere in der Hessischen Bereitschaftspolizei. Nach der Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst versah er bis 1980 seinen Dienst beim Polizeipräsidium Frankfurt. 1984 schloss er die Ausbildung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst ab und wechselte zunächst als Dienstgruppenleiter, später als Stabsmitarbeiter erneut zum Polizeipräsidium Frankfurt. 1990, nach der Ausbildung für den höheren Dienst an der Polizei-Führungsakademie Münster-Hiltrup, wurde Günther Voß zunächst stellvertretender Leiter der damaligen Inspektion Mitte im Polizeipräsidium Frankfurt. In der Zeit zwischen 1991 und 2000 nahm er bei der Polizeidirektion Fulda vielseitige Leitungsaufgaben, unter anderem als Leiter der Schutzpolizei, des Direktionsstabs Einsatz und als kommissarischer Leiter der Polizeidirektion Fulda war. Ab 2001 bis 2003 war er mit der Leitung des Abteilungsstabs im Polizeipräsidium Osthessen betraut. Von Februar bis Oktober 2003 war er stellvertretender Referatsleiter des Referats 2 im Landespolizeipräsidium und damit verantwortlich für Strategie und Grundsatzangelegenheiten. Im Oktober 2003 wechselte er ins Polizeipräsidium Mittelhessen und wurde Leiter der Abteilung Einsatz. Seit November 2007 war Voß Leiter der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Osthessen und zudem der Abwesenheitsvertreter des Polizeipräsidenten, bevor er im April 2014 zum Präsidenten des Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidiums ernannt wurde. Seine Beauftragung zum Polizeipräsidenten von Osthessen erhielt er zwei Jahre später im Juli 2016.

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