Alexander Lorz

Kultusministerium

Bilanz

Um junge Menschen in der digitalen Gesellschaft zu fördern, hat die Landesregierung das Programm „Digitale Schule“ Hessen aufgelegt. Ziel ist es, die Highspeed-Internet-Anbindung der Schulen weiter zu verbessern, bedürftige Schülerinnen und Schüler sowie aller Lehrkräfte mit Laptops oder Tablets auszustatten und die Schulträger beim Aufbau professioneller IT-Strukturen zu unterstützen.

Damit auch in Zukunft ausreichend Lehrerinnen und Lehrer in hessischen Klassenzimmern unterrichten, hat die Landesregierung die Ausbildungskapazitäten an Universitäten und Studienseminaren konsequent ausgebaut. Alleine im Wintersemester 2020/21 wurden 240 zusätzliche Studienplätze geschaffen. Ausgebildeten Lehrkräften wird darüber hinaus ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm angeboten und für Quereinsteiger findet ein Qualifikationsprogramm statt. Zudem sind zu den bestehenden 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte im vergangenen Jahr 140 hinzugekommen. 2021 schreitet der Ausbau mit weiteren 70 Stellen voran.

Im laufenden Schuljahr bieten insgesamt 1.225 Schulen eine Ganztagsbetreuung in unterschiedlichen Profilen an. Das sind drei Viertel aller Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe 1. Damit stärkt das Land seinen Spitzenrang: Schon 2019 lag Hessen im bundesweiten Ranking der Kultusministerkonferenz (KMK) auf Platz 4.

Auch die Demokratieerziehung und Wertevermittlung spielt an hessischen Schulen eine herausgehobene Rolle. Die Landesregierung hat daher den Lehrkräften umfangreiche Materialien an die Hand gegeben. Parallel dazu erfolgte der Ausbau digitaler Angebote von Gedenkstätten sowie des Kooperationsprojekts „Netzwerklotsen Extremismus-/Antisemitismusprävention“. Als Pilotprojekt mit bundesweiter Vorbildfunktion wurden die hessischen UNESCO-Projektschulen weiterentwickelt.

Ausblick

Die deutsche Sprache ist Grundlage für schulischen Erfolg. Im Rahmen der hessischen KMK-Präsidentschaft 2019 hat Hessen daher das Thema „Stärkung der Bildungssprache Deutsch“ in den Mittelpunkt gestellt. Daran anknüpfend wird in den kommenden Jahren der weitere Ausbau und die Förderung der Bildungssprache Deutsch einen wesentlichen Schwerpunkt bilden. Dazu wird beispielsweise an Grundschulen eine zusätzliche Deutschstunde unterrichtet, verpflichtende Vorlaufkurse für Kinder mit Sprachförderbedarf eingeführt und eine Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte mit den Schwerpunkten Rechtschreibung und Textkompetenz gestartet.

Um dem rückläufigen Trend der Ausbildungszahlen entgegenzuwirken und das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung als Motor des Wirtschaftsstandorts Hessen langfristig zu garantieren, werden die Berufsschulstandorte in den kommenden Jahren sukzessive neu ausgerichtet und gestärkt. Das Standortkonzept „Die zukunftsfähige Berufsschule“ soll ab dem Jahr 2026 gelten und damit auch den ländlichen Raum stärken.

Die im Unterrichtsfach Mathematik vermittelten Kompetenzen sind ein Grundpfeiler für den Bildungserfolg. Damit hessische Schülerinnen und Schülern von modernsten Unterrichtskonzepten profitieren können, hat die Landesregierung eine Expertenkommission eingesetzt, die Vorschläge für eine Weiterentwicklung des Unterrichts erarbeitet.

Um noch besser darin zu werden, hochbegabte Kinder und Jugendliche zu entdecken und zu fördern, entstehen in den kommenden drei Jahren hessenweit weitere Angebote und Vernetzungsstrukturen, die Lehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützen: beispielsweise durch die Gründung eines Hessischen Innovations- und Beratungszentrums für die Begabtenförderung (HIBB).

Mit der Entwicklung von Profilschulen wird das Angebot im Bereich der kulturellen Bildung deutlich erweitert. Ziel ist es, Begabungen in den musischen und künstlerischen Bereichen noch umfassender und systematischer zu fördern.